Lesung mit Hubertus Butin ...

Kunsthistorischer Vortrag und Lesung mit Hubertus Butin im Rahmen des Allgäuer Literaturfestivals

im Theatersaal von Schloss Lautrach

um 19.00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 12 Euro, ermäßigt 10 Euro

... davor Kunstführung

Der Pariser Multimediakünstler Mark Blezinger zeigt auf Schloss Lautrach eine Auswahl von Fotografien, Lentikularbildern und Projektions-Installationen aus seiner »Wunderkammer«. Diese sind mit neuen Exponaten und Filmen aus dem transalpinen Kulturprogramm AlpenMythenSehen zu einem spielerischen Entdeckungsparcours in Zeiten des Klimawandels inszeniert.

Bereits um 17.00 Uhr findet für Interessierte eine kostenfreie Führung mit dem Künstler durch die Ausstellung statt.

Auskünfte

Beate Bruchmann
Hotelleitung | Prokuristin
Telefon +49 (0) 8394 910 410
b.bruchmann@schloss-lautrach.de

HUBERTUS BUTIN | ALLGÄUER LITERATURFESTIVAL

Kunsthistorischer Votrag und Lesung am 08.05.20, um 19 Uhr auf Schloss Lautrach

Hubertus Butin, geboren 1964, arbeitete in den neunziger Jahren als Kunsthistoriker im Atelier Gerhard Richters in Köln. Er hat zahlreiche Aufsätze und Bücher zur zeitgenössischen Kunst und Kunsttheorie publiziert. Unter anderem gab er 2014 das Werkverzeichnis der Editionen Gerhard Richters heraus und das Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst. Nebenbei organisiert er als Gastkurator Ausstellungen an internationalen Museen. Außerdem ist er als Gutachter weltweit für Sammler, Kunsthändler, Auktionshäuser und die Landeskriminalämter tätig. Hubertus Butin lebt und arbeitet in Berlin.

Auf Schloss Lautrach beleutet der Fälschungsspezialist Hubertus Butin in seinem kunsthistorischen Vortrag und der Lesung aus seinem neuen Buch die vielfältigen und teils skurrilen Formen der Auseinandersetzung von Künstlern mit ihren Fälschungen.

Veranstaltungsankündigung: Kunsthistorischer Vortrag und Lesung mit Hubertus Butin
am Freitag, 8. Mai 2020, 19 Uhr
im Theatersaal auf Schloss Lautrach
Eintritt: Erwachsene 12 Euro, ermäßigt 10 Euro

Für Interessierte: Vor der Lesung um 17 Uhr findert durch den Künstler Mark Blezinger eine persönliche und kostenfreie Führung durch die.Ausstellung »Mark's Wunderkammer« statt. 

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KUNSTHISTORISCHER VORTRAG

Künstler und ihre Fälschungen - ein spezielles Verhältnis

Nicht nur Sammler, Händler, Experten und Museen sind zunehmend von Kunstfälschungen betroffen, sondern auch die Künstlerinnen und Künstler, deren Werke betrügerisch nachgeahmt werden. Wie gehen diese selbst mit dem Thema um? Meist versuchen sie, sich gegen die Fälscher zu wehren. Doch mitunter akzeptieren sie die Fälschungen nachträglich oder reflektieren den Betrug auf bildnerische Weise. Manche Künstler agieren sogar selbst tatkräftig als Fälscher eigener oder fremder Werke. Einige leisten sich hingegen einen eher humorvollen Schwindel auf Kosten des Kunstbetriebs. Der Fälschungsspezialist Hubertus Butin aus Berlin beleuchtet in seinem kunsthistorischen Vortrag die vielfältigen und teils skurrilen Formen der Auseinandersetzung von Künstlern mit ihren Fälschungen.

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NEUES BUCH VON BUTIN

Was begehrt ist, wird gefälscht

2015 stellte die Londoner Dulwich Picture Gallery ihre Besucher auf die Probe. Statt des 1769 entstandenen Ölgemäldes Porträt einer jungen Frau von Jean-Honoré Fragonard hängte sie eine für gerade einmal siebzig Pfund angefertigte Fälschung auf. Das Publikum war eingeladen, das fingierte Kunstwerk unter den Exponaten ausfindig zu machen. Das Ergebnis war erstaunlich: Zum einen erkannten gerade einmal zehn Prozent die Täuschung – zum anderen vervierfachten sich die Besucherzahlen.

Kunstfälschungen und das Interesse an ihnen haben Hochkonjunktur. Für den globalisierten Kunstbetrieb aber sind sie zu einer der größten Herausforderungen geworden – auch wenn dies kaum jemand offen zugeben mag. Massenhafte Fälschungen erzeugen nicht nur erheblichen finanziellen Schaden, sie führen ebenso Museen und die kunstwissenschaftliche Forschung auf Irrwege.

Anhand zahlreicher, auch bislang unbekannter Fallbeispiele zeigt Hubertus Butin, dass Fälschung ein systemisches Problem ist. Es lässt sich nicht auf die Straftaten der Fälscher reduzieren. Deren aktuell großer Erfolg wird durch Kunsthändler, Auktionatoren, Gutachter und Experten, Spekulanten, Museumsdirektoren, Künstler und nicht zuletzt die öffentlichen Medien bedingt oder überhaupt erst ermöglicht. Nur wenn wir Fälschungen innerhalb eines komplexen gesellschaftlichen Gefüges betrachten, können wir ihre Täuschungsmechanismen und Wirkungsweisen besser begreifen.

(Klappentext aus Butin's neuem Buch: Kunstfälschung. Das betrügliche Objekt der Begierde. Suhrkamp Verlag, Berlin 2020, 28,- Euro)

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