FachartikelBewegungs- und Entspannungsprogramm für Manager

Geraten wir in Belastungssituationen in unangenehme Spannungszustände, so äußern sich diese oft auf der psychischen sowie körperlichen Ebene und die Atmung ändert sich. Wie gewinnen wir Gelassenheit, wenn wir unter Druck und in unangenehme Spannung geraten und den Stand nicht verlieren möchten?

Gelassenheit bedeutet, im Fluss zu sein und der Situation angemessen zu begegnen. Die dem Druck entgegenwirkende Entspannung meint nicht, alle Spannung loszulassen, denn Leben braucht vitale Spannung, Lebenskraft und Lebensfreude. Ein wirklich entspannter Zustand ist durch eine klare Wahrnehmung, ein deutliches Gefühl der Vitalität und ein Gefühl des »mit den Dingen eins sein« gekennzeichnet. Für die körperliche und seelische Gesundheit ist ein harmonischer Rhythmus zwischen Anspannung und Entspannung unabdingbar. Das bedeutet, dass ein gezieltes, persönlich abgestimmtes Bewegungs- und Entspannungsprogramm in Verbindung mit dem Erkennen der eigenen Stressmuster und Persönlichkeitsstile sowohl präventiv wirkt als auch langfristig für den optimierten Umgang mit Belastungen sorgt. Das führt zu mehr Gelassenheit. Ganz nebenbei fühlen wir uns fitter und wohler.

Stressreaktionen machen sich als Überaktivierung (angespannt, reizbar, unkonzentriert, hektisch) oder als Unteraktivierung (erschöpft, demotiviert, deprimiert, kraftlos) bemerkbar. Wenn wir bei der Arbeit gerade keine Pause machen können, unterstützen uns »Notfallübungen«, um den Stand nicht zu verlieren:

Ein Erste Hilfe-Programm im »Stressnotfall« am Arbeitsplatz, wenn keine Pause möglich ist:

  • Die Schultern bewusst senken, die Beckenmuskulatur entspannen.
  • Tief in den Bauch atmen – mindestens 10 Atemzüge lang. Dabei den Atem beobachten und versuchen, ihn zu verlangsamen
  • Schultern im Sitzen aktiv nach unten drücken, der Kopf zieht nach oben (dabei langsam ausatmen). Anschließend die Schultern nach oben ziehen, Spannung halten (dabei einatmen) und wieder nach unten drücken – im Wechsel mit der Ein- und Ausatmung üben. Schultern locker vorwärts und rückwärts kreisen.
  • Über beide Augenbrauen von der Mitte beginnend sanft zu den Schläfen hin streichen. Mindestens 15 mal.
  • Den Körper strecken und dehnen und dabei herzhaft gähnen.
  • Hubschrauberperspektive einnehmen: Analyse »Was regt mich eigentlich so auf?« – (um das automatische Aufschaukeln der Stresssituation zu unterbrechen.)
  • Kleine Flucht – sich mental 1-2 Minuten in seine Lieblingslandschaft beamen und frische Energie tanken.
  • Bewegung (Treppen steigen, zügig auf- und abgehen, um die Sauerstoffversorgung des Gehirns zu steigern) oder wenn Sie unbeobachtet sind: kurze, schnelle Skippings (auf der Stelle joggen und die Knie hochziehen mit aktivem Armeinsatz.)

Neugierig geworden? Im Seminar «Stress- und Ressourcenmanagement – aktiver Umgang mit Belastungen« probieren Sie Atemübungen, mentale Entspannungstechniken und Bewegung aus und wählen sich die Übungen aus, die Ihnen rundum gut tun.