Menü

Fragen zur Kunst?

Ihre Ansprechpartnerin
Beate Bruchmann
Hotelleitung | Prokuristin
Mitglied der Geschäftsleitung
Telefon +49 (0) 8394 910 410

AktuellKunstausstellung

Christa Winter: Malerei

Von der Schönheit der Schöpfung
In farbenfrohen Bildern leuchtet die Stuttgarter Künstlerin Christa Winter das sinnliche wie spannungsreiche Spektrum zwischen Natur und Wissenschaft aus.

In ihren Kompositionen darf es alles geben: Den Himmel, die Erde, was dazwischen liegt und  darüber hinausgeht. Christa Winter ist für die schöpferische Schönheit in einer Computerdarstellung von Eiweißmolekülen oder Nervenzellen ebenso empfänglich wie für die Morphologie von Galaxien oder die abwechslungsreiche Fauna der Tiefsee.

„Dass ich gerade in dieser Zeit lebe, in der wir dank der Forschung so hoch und so tief blicken können“, empfindet die in Stuttgart lebende Künstlerin als pures Glück. Die Vielgestaltigkeit unserer Welt feiert sie mit ihren Mitteln: Streng geometrische Strukturen begegnen einem spontan gemalten, aus dem Handgelenk verwirbeltem Farbfluss. Stilisiertes Blattwerk trifft auf mathematische Chiffren. Ein wilder „Splash“ ergießt sich über kantige Präzision.

Nach dem Kunststudium in Münster konzentriert sich die gebürtige Duisburgerin in den 80ern auf die Weiterführung der Malerei. In ihren ebenso experimentierfreudigen wie poetischen Werken nimmt sie lebhaft Anteil an den Innovationen auf dem Gebiet der Pigmente und Lacke, die in der Industrie zum Einsatz kommen. So sind ihre Arbeiten auch eine Reverenz an das weite Feld der Kunststoffe, die den Malern heute zur Verfügung stehen. Um Augen und Geist des Betrachters auf Entdeckungsreise  mitzunehmen, bespielt Winter Front, Rückseite sowie die Rückwand ihrer Acrylglaskästen. In die Oberfläche mit kräftigen, deutlich sichtbaren Zeichen, treten aus dem Hintergrund diffuse, matt durchscheinende Schattierungen, die nicht mehr eindeutig zu fassen sind.

„Als Künstler des 21. Jahrhunderts vergisst man leicht“, erklärt Winter, „wie mühevoll früher die Rohsubstanzen gewonnen, gemahlen und verarbeitet wurden, um zum Beispiel schimmernde Oberflächen in feinsten Gradationen zu erreichen.“ Zu feinen Collagen mit Sprottenhüllen, Tulpenstaubgefäßen und Blütenblättern, zu Bildern, die mit organischem Fischsilber kosmische Wirbel beschwören, gesellt sich die „Floating Colour“-Werkgruppe, mit der die Künstlerin international bekannt wurde. Diese Hightech-Malerei mit Wechselfarbe durchschlängelt auch Winters „Dabonda“: Nur in der Abbildung bleibt die bilddominierende Welle blau. Vor dem Original wechselt der über viele Schichten gewonnene Farbfluss je nach Standort des Betrachters ins Violette, Braune, oder Goldgelbe - und verleiht so dem Schwebenden, dem Leuchtenden, dem Irrealen Ausdruck.
Text: Ruth Händler
, in "Capital"


Im Rahmen ihrer Ausstellung „Cluster Babylon“ 2010 zeigte sie ihre neu entstandene Bilderserie in der Baden-Württembergischen Landesvertretung in Berlin. Die Serie der neuen Bilder folgt einem Collageprinzip. Das Ausgangsmaterial sind z.B. Abrundungen und Elemente aus den Bereichen der Naturwissenschaften, Mathematik, Architektur oder Design, entnommen den unterschiedlichsten Fachpublikationen, Magazinen oder dem   Internet. Isoliert, bildnerisch komponiert und verschoben, verliert sie ihre Maßstäblichkeit und den räumlichen und teilweise auch inhaltlichen Bezug, es entsteht ein neuer Zusammenhang. Reprografisch auf Leinwand vergrößert, bilden diese Collagen die Vorzeichnungen für die Malerei. Die Kompositionen dieser komplexen Objektwelten lässt diese zwischen abstrakt und konkret changieren, die Anmutung von unbekannten schwebenden ´Architekturen` wird auf den zweien Blick kaleidoskopartig fragmentiert. In der neuen Bildern stellt sich ein, was Christa Winters Werk gänzlich durchzieht: die Option einer multilateralen Wahrnehmung, sei sie sinnlich, haptisch oder intellektuell.
Text: Christian Gögger

Werke von Christa Winter sind unter anderem zu sehen in der Sammlung Staatsgalerie Stuttgart; Kunstmuseum Stuttgart; Daimler Contemporary im Grand Hyatt Hotel Berlin; in der Sammlung Deutscher Sparkassenverlag Stuttgart und in der Sammlung Galerie der Jenoptik AG Jena.

Lebenslauf:

  • 1952 geboren in Duisburg
  • 1972 Kunststudium an der PH Münster bei Prof. Kuno Gonschior
  • 1977 2. Staatsexamen für das Lehramt Kunst und Visuelle Kommunikation
  • 1977 künstlerische Zusammenarbeit in der Fotografie mit Conny J. Winter
  • Seit 1988 freischaffende Künstlerin, lebt und arbeitet in Stuttgart, Deutschland

Ausstellungen:

  • 2013 Landtag Baden-Württemberg, Abgeordnetenhaus
  • 2013 Schloss Lautrach, Sommerausstellung
  • 2013 Bankhaus Lampe „aquaplaning“
  • 2013 Galerie artroom 9, München, „Seh-Sucht“, Sommerausstellung
  • 2012 Merck Finck & Co., Stuttgart, „Stationen“
  • 2012 komplette künstlerische Gestaltung des tradierten Waldhotels
    Stuttgart mit Unikaten in allen Zimmern und der gesamten Lobby
  • 2011 Galerie Strzelski, Stuttgart,  „abstraction reloaded“
  • 2010 Galerie Vero Linzmeier, Berlin, Collage, Malerei, Skulptur
  • 2010 Baden-Württembergische Landesvertretung, Berlin
    „Cluster Babylon“, Malerei, Skulptur Bodeninstallation
  • 2008 Städtische Galerie Ostfildern,  „cosmic garden galaxy“
  • 2008 Daimler Contemporary, Berlin „Classical: Modern II“, Gruppenausstellung
  • 2008 Galerieverein Leonberg „Malerei, Skulptur, Installation“
  • 2007 Galerie Vero Wollmann, Stuttgart „Neue Bilder“
  • 2006 Galerie Steinle Contemporary, München „colour dynamics“
  • 2006 Sparkasse Fulda, Werra-Meissen „Idylle heute“, Gruppenausstellung
  • 2005 Galerie Vero Wollmann, Stuttgart „colour vibrations“
  • 2004 Stefan Stux Gallery, New York, Armory Show
  • 2003 Stefan Stux Gallery, New York, project space
  • 2002 Credit Suisse, Stuttgart, “Malerei”

> zur Internetseite der Künstlerin

Lotte Thuenker: Skulpturen

Biografie

LOTTE THUENKER

  • 1954 in Bonn geboren
  • 1973 Abitur, neusprachliches Gymnasium Liebfrauenschule, Bonn
  • 1973-1980  Studium der Architektur, Diplomprüfung, TU Berlin
  • 1981-1996  Architektin in Berliner Architekturbüros
  • 1988 Eintragung in die Architektenliste des Landes Berlin
  • 1992-1997  Mal- und Zeichenstudien in Kreide und Acryl (bei Uliane Borchert, Berlin) Tuschezeichnen (bei Liz Crossley, VHS Berlin) Collagengestaltung aus Papier (bei Charlotte Kollmorgen, Berlin) Papierschöpfen (bei Karla Gänssler, Freie Kunstschule Berlin)
    Aktmalerei und Aktzeichnen (bei Heike Föll, VHS Berlin)
    Aktmodellieren in Ton (bei Susken Rosenthal, Belzig)                  
    Steinbildhauerei in Sandstein (bei Karla Gänssler, Freie Kunstschule Berlin)                  
    Steinbildhauerei in Marmor (bei Peter Rosenzweig, Campo dell` Altissimo, Pietrasanta)                  
    Gipsguss (bei Linde Kauert, Angermünde)                  
    Malerei (bei Beate Jorek, VHS Berlin)                  
    Collagengestaltung mit Textilien (bei Nora Fischer, Rostock)                  
    Aquarellmalerei (bei Christoph Niess, VHS Berlin)
  • 1996 Steinbildhauer-Symposium `Skulptur in der Landschaft´ in Pietrasanta / Lucca, Italien, Arbeitsaufenthalte in Italien
  • seit 1997 Bildhauerin und freie Architektin
  • 2001 Mitbegründerin und Partnerin im Internationalen Bildhauerstudio Studio Pescarella, Vallecchia / Pietrasanta                   
    Skulpturen in öffentlich zugänglichen Sammlungen (Stiftung UTOPA/
    Stiftung HET DEPOT, Wageningen / Niederlande und AIV Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin) und in zahlreichen Privatsammlungen
  • 2011  III. Int. Bildhauersymposium DER LAUF DER DINGE, Lindern (Oldb.)
  • heute: Lebt und arbeitet in Pietrasanta / Lucca, Italien und in Berlin